Lok EL2


Eine wichtige Voraussetzung für den Kohlentransport im Braunkohletagebau war der Ausbau des Eisenbahnnetzes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Werkbahnen des Braunkohlenbergbaus reichten von der Sohle der Gruben bis zu den Veredlungsstandorten und Umschlagplätzen. Sie spielten sowohl beim Transport der Kohle als auch beim Abfahren des Abraums eine wichtige Rolle. Seit Dezember 2016 steht nun eine Grubenbahnlokomotive auch in Ferropolis.

Hersteller:
VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke Hans Beimler Hennigsdorf, LEW

Gebaut:
1952 – 1988, 1384  Exemplare für Tagebaue der ehemaligen DDR und für den Export

Einsatz:
Bespannung von Zügen mit 40 m³ Abraumwagen und 84 m³ Kohlewagen in den Tagebauen. Loks dieser Baureihe sind in den Tagebauen der MIBRAG (Profen) und Vattenfall im Lausitzer Braunkohlerevier noch im Einsatz                 

Technische Daten:
Nummer: 4 – 1000 100 – B3
Bauzeitraum: 1952 – 1988
Hersteller: LEW Hennigsdorf
Achsformel: B0` B0`
Spurweite: 1435 mm
Länge über Puffer: 13000 mm/13700 mm
Drehzapfenabstand: 6250 mm
Dienstmasse:100 t
Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h
Stundenleistung: 1400 kW
Dauerleistung: 1160 kW
Anfahrzugkraft: 294 kN ca. 30 t
Treibraddurchmesser: 1120 mm
Betriebsspannung: 1200 V; 1500 V, 2400 V Gleichstrom
Stromübertragung: Ober- und Seitenfahrleitung im Grubenbetrieb (Strossen)
Anzahl der Fahrmotoren: Vier, Gleichstrom-Reihenschlussmotoren
Bremssystem: Druckluftbremse mit zusätzlicher elektrischer Widerstandsbremse